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Wenn ich nach dem nachmittäglichen Malen und der Einleitung am nächsten Morgen endlich die Tafel aufklappe, klappt auch der eine oder andere Mund auf und die Augen werden groß. Das ist dann für mich die schönste Belohnung für stundenlanges Malen, dreckige Finger und schmerzende Schultern wie nach einem Tennismatch. In den Pausen kommen gelegentlich Schüler aus anderen Klassen zum Gucken und fragen mich, ob ich bei ihnen auch mal so ein Bild an die Tafel male. Och bitte, Herr Walther. Leider nein, denn ich male nur für meine Klasse. Und für mich. - Oben: Tiere Afrikas (2004), unten einheimische Insekten (2005).
Ich präsentiere Tierarten gerne in einem erdkundlichen Zusammenhang. Da ich neben Klassen- und Biologie- auch Erdkundelehrer bin und die Verknüpfung von Lebewesen und Lebensraum wichtig finde, suche ich mir frei nach Lust und Laune (oder nach Wunsch der Kinder) einen Kontinent oder Lebensraum aus und picke vier oder fünf möglichst repräsentative Tiere heraus. Da ich alle paar Jahre wieder eine neue 5. Klasse habe und es mich auf Dauer langweilen würde, immer dieselben Tierarten durchzunehmen (Grohmanns »Lesebuch der Tierkunde« einmal durch - Löwe, Adler, Kuh ...), versuche ich so Wiederholungen zu vermeiden.
Nicht jedes Tier ist auf den ersten Blick »schön« - aber es ist gar nicht so schwer, selbst den bei jedem noch so kleinen achtbeinigen Krabbler »iiih!« schreienden und theatralisch auf die Stühle kletternden Mädchen eine Spinne so zu präsentieren, dass sie die unglaubliche Schönheit der Natur doch irgendwie empfinden können. Hier: Poecilotheria metallica, eine tatsächlich blaue Vogelspinnenart.
Nach mehreren »tierkundlichen Reisen« auf andere Kontinente war mir auch mal nach einheimischen Vögeln (2009) und Wildtieren (2011). Der Anlass für meine Themenwahl war meine Liebe zu Singvögeln und speziell zum fröhlichen und angeberischen Kleiber (das schnittige Vieh über der Blaumeise), den es bei uns um die Schule herum im Wald zuhauf gibt - vor allem im Frühjahr schallt sein »twüit-twüit« unüberhörbar durchs Grüne - und der den Soundtrack gegeben hat für die Verlobung mit meiner wunderbaren Frau. Die Wildkatze war ein Wunsch von ihr:
Nach einer gefühlten Ewigkeit ohne Tafelbilder (ich bin Ende 2012 und Anfang 2015 zweifacher Papa geworden und hatte seitdem keine Freizeit mehr für aufwändige Kreidegemälde ... es sei denn, ich trickse beim Vorzeichnen mit Folie und Overhead-Projektor, um Zeit zu sparen) habe ich meiner 5. Klasse im Jahr 2017 endlich mal wieder etwas gemalt. Den Unterricht dazu hat eine Kollegin gehalten, die gerade ihre Waldorflehrerausbildung machte. Ganz klassisch: Gewöhnlicher Krake, Steinadler:
Zum Abschluss der Tier-Seite zeige ich dir ein Bild, das ich an unsere Tafel zu Hause im Flur gemalt habe. Praktisch war hier - ganz anders als in der Schule -, dass ich hier immer mal ein paar Minuten weitermalen konnte, bis das Bild nach einigen Tagen fertig war. Abgemalt habe ich das Kätzchen aus einem Kalender:
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